Keramikimplantate
Funktionaler und ästhetischer ZahnersatzWenn ein Zahn zerstört ist oder die Gesamtgesundheit schwerwiegend durch einen kranken Zahn beeinträchtigt ist, gibt es oft nur die Möglichkeit, diesen Zahn zu entfernen. Dies ist oft mit einem Verlust an Ästhetik und Funktionalität als auch an Geld, Zeit und Gesellschaftsfähigkeit verbunden.
Zurück zum SpektrumFür wen ein Implantat ohne Metall infrage kommen kann
Ein Keramikimplantat ersetzt die Wurzel eines fehlenden Zahns, ohne dass Metall in den Kieferknochen eingebracht wird. Das kann für Menschen interessant sein, die empfindlich auf Metalle reagieren, die eine Autoimmunerkrankung haben oder die aus grundsätzlichen Erwägungen so wenig Fremdmaterial wie möglich im Körper tragen möchten. Ob ein metallfreies Implantat im Einzelfall die passende Lösung ist, hängt vom Knochenangebot, von der Lage der Lücke und von der Gesamtsituation im Mund ab. Diese Fragen klären wir vor jeder Behandlung in einer ausführlichen Beratung.
Typische Ausgangssituationen sind:
- ein einzelner Zahn fehlt oder ist nicht mehr erhaltungswürdig
- eine vorhandene Metallversorgung soll ersetzt werden – dazu passt unsere Störfeldsanierung und Amalgamentfernung
- eine Allgemeinerkrankung soll mitgedacht werden – mehr dazu auf der Seite metallfreie Implantate bei Autoimmunerkrankungen und Diabetes
- der Kieferknochen hat sich nach längerer Zahnlosigkeit zurückgebildet – hier kann ein biologischer Knochenaufbau vorausgehen
So läuft eine Implantation mit Keramik bei uns ab
Jeder Behandlungsplan ist individuell. In der Regel gehen wir in diesen Schritten vor:
1. Befund und dreidimensionale Planung
Zu Beginn steht die Untersuchung. Reicht das zweidimensionale Röntgenbild nicht aus, nutzen wir die DVT- und 3D-Diagnostik, um Knochenhöhe, Knochenbreite und den Verlauf wichtiger Strukturen einzuschätzen.
2. Materialfragen klären
Wenn Unverträglichkeiten im Raum stehen, kann eine Labordiagnostik zusätzliche Anhaltspunkte liefern, bevor über das Material entschieden wird.
3. Der Eingriff
Das Implantatbett wird schonend vorbereitet und das Keramikimplantat eingesetzt. Begleitend arbeiten wir mit der Ozon-Therapie zur Keimreduktion und mit A-PRF-Membranen aus Ihrem eigenen Blut.
4. Einheilung und Zahnkrone
Das Implantat wächst in den Knochen ein. Wie lange das dauert, hängt vom Befund ab. Danach folgt die vollkeramische Krone – wie wir dabei mit Form und Farbe umgehen, beschreiben wir unter Zahnästhetik.
Keramik und Titan – worin sie sich unterscheiden
Titan ist seit Jahrzehnten das am häufigsten verwendete Implantatmaterial und gut dokumentiert. Keramikimplantate aus Zirkonoxid sind die metallfreie Alternative. Sie sind zahnfarben, sodass bei dünnem Zahnfleisch in der Regel kein dunkler Rand durchscheint. Da Zirkonoxid elektrisch nicht leitfähig ist, entstehen im Mund keine Spannungen zwischen unterschiedlichen Metallen. Welches Material im Einzelfall sinnvoller ist, lässt sich nicht pauschal sagen – das entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen nach Befund und persönlicher Haltung.
Häufige Fragen zu Keramikimplantaten
Ist ein Keramikimplantat belastbar genug?
Modernes Zirkonoxid ist ein sehr harter Werkstoff und wird seit vielen Jahren in der Implantologie eingesetzt. Wie stark ein Implantat belastet werden darf, hängt jedoch immer von der Position im Kiefer, vom Knochen und von Ihren Kaugewohnheiten ab.
Wie lange dauert die Einheilzeit?
Das ist individuell verschieden. Wir planen die Zeit bis zur endgültigen Versorgung nach Ihrem Befund und besprechen sie vorab mit Ihnen.
Was passiert, wenn zu wenig Knochen vorhanden ist?
Dann kann vor der Implantation ein Knochenaufbau nötig sein. Wir verwenden dafür kein tierisches Material, sondern arbeiten mit Calcium-Phosphat und körpereigenen Bestandteilen – siehe biologischer Knochenaufbau.
Wie werden die Kosten abgerechnet?
Vor Behandlungsbeginn erhalten Sie einen Heil- und Kostenplan. Was davon erstattet wird, hängt von Ihrem Versicherungsstatus und Ihrem Tarif ab.
Wie geht es nach der Behandlung weiter?
Implantate brauchen Pflege und regelmäßige Kontrolle. Wie wir die Nachsorge gestalten, erfahren Sie in der biologischen Sprechstunde oder direkt über unser Kontaktformular.
Titan vs Keramik – Lieber doch biologisch?
Der Einsatz von einem Metall wie Titan in die Mundhöhle kann den gesamten Organismus negativ beeinflussen. Nach dem Motto „Metallfrei ist gesünder" bietet die Biologische Zahnmedizin mit Keramikimplantaten aus Zirkonoxid eine hervorragende Alternative. Zirkonoxid ist elektrisch neutral und biologisch sehr gut verträglich. Besonders das gute Gewebeverhalten von Zirkonoxid erlaubt ein entzündungsfreies Anwachsen des Zahnfleischs an das Implantat und schließt somit natürlich die Barriere zwischen Mundhöhle und Knochen. Die weiße Farbe der Zirkonoxid-Keramik bietet dazu im Gegensatz zum grauen Titan eine exzellente Ästhetik. Ebenso wichtig ist eine hohe Festigkeit sowie Belastungsfähigkeit; beides Eigenschaften, die diese Hochleistungskeramik aufweist.
Keramikimplantate der Firma SDS (Swiss Dental Solutions) sind sowohl als einteilige als auch zweiteilige Implantate verfügbar und bieten somit ein breites Einsatzspektrum bei maximaler Flexibilität. Beim Implantieren selbst kann dazu komplett auf Metall verzichtet werden, da SDS Instrumente bereitstellt, die aus derselben High-Tech-Keramik wie die Implantate und Kronen bestehen. So bleiben auch keine Metallspuren im Knochen zurück.
Sofortimplantate
Mit der Möglichkeit des Short Cut Concepts nach Dr. Ulrich Volz können mit Keramik-Implantaten die entfernten Zähnen sofort in der gleichen Sitzung ersetzt werden. Bis zur Einheilung ist eine provisorische Versorgung mit Kunststoffkronen meistens möglich. Somit ist nur ein chirurgischer Eingriff nötig, wodurch sich dem Patienten im Vergleich zu herkömmlichen Behandlungstechniken außerordentliche Vorteile bieten.
Höchste Qualität
Kermikimplantate von der Firma SDS (Swiss Dental Solutions) sind sowohl als einteilige als auch zweiteilige Implantate verfügbar und bieten somit ein breites Einsatzspektrum mit maximaler Flexibilität.
Exzellente Ästhetik
Die Keramikimplantate können problemlos mit vollkeramischen Kronen festsitzend versorgt werden. Das ästhetische Ergebnis besticht durch seine natürliche Wirkung und ist von echten Zähnen nicht mehr zu unterscheiden.
Biologische Schranke
Die hervorragende Biokompatibilität der Keramikimplantate bringt einen wesentlichen Vorteil mit sich: Sie fungiert wie ein natürliches Schutzschild, wodurch das Anwachsen des Zahnfleisch sowohl an die Keramikimplantate, als auch an die Keramikkronen problemlos erfolgen kann. Im Unterschied zu Titan oder natürlichen Zähnen ist hier die Barriere zwischen Mundhöhle und Körperinnerem geschlossen und Keime oder Toxine können nicht eindringen. Weiterhin weist Keramik verglichen mit natürlichen Zähnen nachweislich eine extrem niedrige Plaqueadhäsion auf, was sich positiv auf die Zahnfleischgesundheit auswirkt.
- Umliegender Knochen wird in seiner Dimension erhalten
- Knochenaufbauten können dadurch vermieden werden
- Im Oberkiefer kann durch eine Sofortimplantation ein Knochenaufbau in der Kieferhöhle vermieden werden
- Keine Verwendung von Fremdmaterialien nötig
- Reduzierung der Behandlungskosten und der Sekundärkosten (Fehltage, Fahrtkosten, etc.)
Vorteile auf einen Blick
- Komplett metallfrei
- 100% biokompatibel
- Exzellente Geweberegeneration gegeben
- Immunologisch neutral
- Hervorragende Ästhetik
- Hohe Bruchfestigkeit
- Sofort-Implantat möglich
- Anwachsen des Zahnfleisches = Barrierefunktion