Was ist Biologische Zahnmedizin?
Bei der Biologischen Zahnmedizin werden die Errungenschaften der modernen Zahnmedizin mit den Grundsätzen der Biologischen Medizin kombiniert. Das bedeutet, dass wir den menschlichen Organismus als integratives System betrachten. Wir behandeln nicht nur, was unseren Patienten gerade wehtut, sondern therapieren das gesamte „System Mensch“. Erst bei einer ganzheitlichen Betrachtung in Diagnostik und Behandlung kann auch eine richtige Heilung stattfinden.
Im Rahmen der Biologischen Zahnmedizin kümmern wir uns beispielsweise um die Entzündungsfreiheit in Mund und Körper. Denn jede Entzündung, egal wo sie entsteht, kann das Immunsystem belasten und das Wohlbefinden einschränken. Auch können Metalle z. B. aus dem Zahnersatz im Körper schädlich sein.
Zurück zum SpektrumBiologische Zahnmedizin in Lünen und Dortmund
In der Zahn-Klinik am Park behandeln Dr. Manuel Bras da Silva und sein Team Patientinnen und Patienten aus Lünen, Dortmund und dem östlichen Ruhrgebiet. Die biologische Zahnmedizin ist dabei kein einzelnes Verfahren, sondern eine Haltung: Wir schauen uns an, wie Zahn, Kiefer und Immunsystem zusammenhängen, bevor wir eine Therapie planen. Befund, Vorgeschichte und Verträglichkeit von Materialien fließen dabei gleichermaßen ein.
Die Grundgedanken der biologischen Zahnmedizin
Vier Leitgedanken prägen unsere Arbeit:
Entzündungsfreiheit. Chronische Entzündungen im Mundraum bleiben oft lange unbemerkt. Wir suchen sie gezielt und behandeln sie, bevor wir größere Versorgungen planen.
Materialverträglichkeit. Welches Material im Mund bleibt, ist eine individuelle Entscheidung. Wo es sinnvoll und möglich ist, arbeiten wir metallfrei.
Gewebeschonendes Vorgehen. Wir versuchen, so viel eigene Zahnhartsubstanz und so viel Knochen wie möglich zu erhalten.
Zusammenarbeit. Bei Bedarf stimmen wir uns mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten ab – besonders dann, wenn Vorerkrankungen oder Medikamente eine Rolle spielen.
Wechselwirkungen zwischen Mund und Körper
Jede Entzündung kann das Immunsystem belasten – unabhängig davon, wo im Körper sie entsteht. Deshalb sehen wir uns auch stille Herde an: wurzelbehandelte Zähne, Entzündungen im Kieferknochen oder eine unbehandelte Parodontitis. Ob und in welchem Maß ein solcher Befund für Beschwerden mitverantwortlich ist, lässt sich nur im Einzelfall beurteilen. Wir klären das gemeinsam mit Ihnen und, wo nötig, mit Ihrer ärztlichen Begleitung.
Mehr dazu auf unseren Seiten Wurzelbehandelte Zähne, Kieferknochenentzündung (NICO) und Parodontitis-Therapie.
Metallfrei, wo es sinnvoll ist
Metalle im Mund können bei manchen Menschen Unverträglichkeiten auslösen. Wir setzen deshalb häufig auf keramische Werkstoffe. Keramikimplantate sind eine metallfreie Alternative zum Titanimplantat; bei chronischen Erkrankungen kann das besonders relevant sein – siehe Metallfreie Implantate bei Autoimmunerkrankungen & Diabetes. Bestehende Amalgamfüllungen entfernen wir unter Schutzmaßnahmen: Amalgamentfernung.
Welche Behandlungen gehören dazu?
Zur biologischen Zahnmedizin zählen in unserer Praxis unter anderem:
Keramikimplantate · Biologischer Knochenaufbau · A-PRF-Membranen aus körpereigenem Blut · Ozon-Therapie · Amalgamentfernung · Parodontitis-Therapie · Zahnästhetik · Aligner-Therapie. Einen Überblick gibt unser Behandlungsspektrum.
Diagnostik als Grundlage
Am Anfang steht der Befund, nicht die Behandlung. Wir arbeiten mit dreidimensionaler Bildgebung und laborchemischen Untersuchungen, um ein möglichst vollständiges Bild zu bekommen. Welche Verfahren im Einzelfall sinnvoll sind, entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen. Details finden Sie unter Diagnostik, DVT-3D-Diagnostik und Labordiagnostik.
Häufige Fragen zur biologischen Zahnmedizin
Worin unterscheidet sie sich von der klassischen Zahnmedizin?
Die fachlichen Grundlagen sind dieselben. Der Unterschied liegt in der Perspektive: Wir beziehen die Vorgeschichte, Materialverträglichkeiten und mögliche Wechselwirkungen mit dem übrigen Körper stärker in die Planung ein.
Ist das eine alternative Heilmethode?
Nein. Wir arbeiten zahnmedizinisch und orientieren uns an anerkannten Verfahren. Biologisch meint hier: materialbewusst, entzündungsorientiert und in Abstimmung mit der übrigen Behandlung.
Für wen kann das sinnvoll sein?
Häufig kommen Menschen zu uns, die Materialunverträglichkeiten vermuten, eine chronische Erkrankung haben oder vor einer größeren Versorgung stehen. Ob das Vorgehen in Ihrem Fall passt, lässt sich erst nach einer Untersuchung sagen.
Wie läuft der erste Termin ab?
Wir nehmen uns Zeit für Ihre Vorgeschichte, untersuchen den Mundraum und besprechen, welche Diagnostik als Nächstes sinnvoll ist. Erst danach planen wir eine Therapie.
Termin in der Spezial-Sprechstunde
Für Fragen rund um dieses Thema bieten wir eine eigene Spezial-Sprechstunde Biologische Zahnmedizin an. Sie erreichen uns über unsere Kontaktseite.