Parodontitis-Therapie
Unter Parodontitis versteht man den Knochenabbau um den Zahn herum. Jeder Parodontitis geht immer eine chronische Zahnfleischentzündung – eine Gingivitis – voraus. Bakterien in Form von Zahnbelägen (Plaque) verursachen diese Erkrankung. Ihre Entstehung wird durch verschiedene Faktoren begünstigt – Rauchen, mangelhafte Mundhygiene, bakterielle Infektionen und das Vorliegen einer individuellen genetischen Entzündungsneigung.
Eine Parodontitis kann allerdings auch eine Reaktion auf Metalle und auf bestehende Nährstoffdefizite darstellen oder durch eine vorliegende chronische Entzündung verursacht werden. Diese Einflussfaktoren führen dazu, dass das lokale Immunsystem am Zahnhalteapparat geschwächt wird und somit die Keime, die eine Parodontitis auslösen und unterhalten, nicht adäquat vom Immunsystem bekämpft werden können.
Zurück zum SpektrumParodontitis-Behandlung in Lünen und Dortmund
Parodontitis verläuft lange ohne Schmerzen. Viele Betroffene bemerken sie erst, wenn Zahnfleisch zurückgeht oder Zähne beweglich werden. Weil der Knochenabbau nicht von selbst zurückgeht, ist die frühe Behandlung entscheidend. In der Zahn-Klinik am Park betrachten wir die Erkrankung nicht nur lokal, sondern fragen auch nach den Ursachen, die das Immunsystem am Zahnhalteapparat schwächen.
Woran Sie eine Parodontitis erkennen können
– Zahnfleischbluten beim Putzen oder bei fester Nahrung
– gerötetes, geschwollenes oder zurückgehendes Zahnfleisch
– anhaltender Mundgeruch oder ein unangenehmer Geschmack
– empfindliche Zahnhälse
– Zähne, die länger wirken oder beweglicher werden
Diese Zeichen können, müssen aber nicht auf eine Parodontitis hinweisen. Sicherheit gibt erst die Untersuchung.
Der Ablauf in unserer Praxis
1. Befund
Wir messen die Taschentiefen an jedem Zahn, prüfen Blutungsneigung und Zahnbeweglichkeit und erstellen bei Bedarf eine Röntgenübersicht des Knochenniveaus. Daraus entsteht ein Bild vom Ausmaß der Erkrankung.
2. Ursachensuche
Parodontitis kann durch weitere Faktoren unterhalten werden: Rauchen, Nährstoffdefizite, Stoffwechselerkrankungen oder eine Reaktion auf Metalle im Mund. Wo es sinnvoll erscheint, ergänzen wir den Befund um laborchemische Untersuchungen – siehe Labordiagnostik – oder eine Keimbestimmung.
3. Vorbehandlung
Vor der eigentlichen Therapie wird der Mundraum gereinigt und die häusliche Pflege auf Ihre Situation abgestimmt. Dieser Schritt entscheidet wesentlich über das Ergebnis.
4. Reinigung der Wurzeloberflächen
Die Zahnfleischtaschen werden schonend von Belag und Konkrementen befreit. Ergänzend kommt in unserer Praxis die Ozon-Therapie zum Einsatz, um die Keimzahl im behandelten Bereich zu senken.
5. Nachsorge
Nach Abschluss der Therapie folgen regelmäßige Kontrolltermine. Die Abstände richten sich nach Befund und Risiko. Eine Parodontitis gilt als chronische Erkrankung – sie lässt sich in der Regel zum Stillstand bringen, braucht danach aber dauerhafte Begleitung.
Wenn Knochen verloren gegangen ist
Ist der Kieferknochen bereits zurückgegangen, kann nach ausgeheilter Entzündung ein Wiederaufbau infrage kommen. Wir arbeiten dabei unter anderem mit körpereigenen Blutkonzentraten; mehr dazu unter A-PRF-Membranen und Biologischer Knochenaufbau. Ob ein Aufbau möglich ist, hängt vom Einzelfall ab.
Parodontitis und Allgemeingesundheit
Zwischen einer unbehandelten Parodontitis und Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Beschwerden bestehen nach heutigem Kenntnisstand Wechselwirkungen. Deshalb stimmen wir uns bei Vorerkrankungen gern mit Ihrer ärztlichen Behandlung ab. Wie wir Mund und Gesamtorganismus zusammen denken, beschreibt unsere Seite Biologische Zahnmedizin.
Häufige Fragen
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Die Reinigung der Zahnfleischtaschen erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung. Wie empfindlich Sie darauf reagieren, ist individuell.
Wie lange dauert eine Parodontitis-Therapie?
Die aktive Phase umfasst meist mehrere Termine über einige Wochen. Die Nachsorge begleitet Sie danach dauerhaft.
Kann verlorenes Zahnfleisch nachwachsen?
Zurückgegangenes Zahnfleisch bildet sich in der Regel nicht von selbst zurück. Ziel der Therapie ist, den Abbau zu stoppen.
Was kann ich selbst tun?
Sorgfältige häusliche Reinigung, Reinigung der Zahnzwischenräume und der Verzicht auf Rauchen wirken sich günstig aus. Wir zeigen Ihnen die passende Technik.
Termin vereinbaren
Zahnfleischbluten oder Verdacht auf Parodontitis? Sprechen Sie uns an – über unsere Kontaktseite oder die Spezial-Sprechstunde. Weitere Behandlungen finden Sie im Behandlungsspektrum, etwa Kieferknochenentzündung (NICO) und Wurzelbehandelte Zähne.