Amalgamentfernung
Amalgam wird bei uns nicht verwendet – sondern nur entfernt. Und das sicher! Denn Sicherheit hat bei uns bei der Entfernung des Quecksilbers oberste Priorität, um gesundheitliche Folgeschäden zu vermeiden.
Metallenthaltender Zahnersatz sowie Amalgamfüllungen sind chronische Expositionsquellen für Metalle. Durch Korrosion und Abrieb beim Kauen werden nicht unerhebliche Mengen an Metall in den Speichel freigesetzt, geschluckt und über den Magen-Darm-Trakt in den Organismus aufgenommen.
Die zelltoxischen, immunologischen und krebserregenden Wirkungen dieser Metalle sowie die Auswirkung auf den Stoffwechsel sind wissenschaftlich gut belegt!
Zurück zum SpektrumAmalgamentfernung unter Schutzmaßnahmen – Lünen und Dortmund
Beim Ausbohren einer Amalgamfüllung entstehen Staub und Dämpfe. Genau dieser Moment ist der kritische. Wir arbeiten deshalb nach einem festen Schutzkonzept, damit möglichst wenig davon in Mund, Atemwege oder Magen-Darm-Trakt gelangt. Patientinnen und Patienten aus Lünen, Dortmund und Umgebung kommen dazu in unsere Praxis am Park.
Unser Schutzkonzept bei der Amalgamentfernung
Kofferdam. Ein Spanngummi trennt den zu behandelnden Zahn vom übrigen Mundraum ab. So gelangen Partikel und Spülflüssigkeit nicht in den Rachen.
Starke Absaugung. Eine großvolumige Absaugung direkt am Arbeitsfeld nimmt Aerosole auf, bevor sie sich verteilen.
Getrennte Atemluft. Über die Nase zugeführte Luft reduziert das Einatmen von Dämpfen während des Eingriffs.
Grobe Zerlegung statt Zerstäubung. Wir tragen die Füllung möglichst in größeren Stücken ab und kühlen dabei durchgehend, damit weniger Quecksilberdampf frei wird.
Gründliche Reinigung danach. Nach dem Ausbohren wird der Bereich gespult und gereinigt, bevor die neue Versorgung eingesetzt wird.
Was kommt an die Stelle der Amalgamfüllung?
Welcher Werkstoff im Einzelfall passt, hängt von Größe und Lage des Defekts ab. Häufig verwenden wir keramische Materialien oder zahnfarbene Kompositfüllungen. Bei großen Defekten kann eine Teilkrone sinnvoll sein. Wir besprechen die Möglichkeiten vor dem Eingriff mit Ihnen – auch mit Blick auf bekannte Unverträglichkeiten. Mehr zu unserer materialbewussten Arbeitsweise finden Sie unter Biologische Zahnmedizin.
Begleitende Maßnahmen
Manche Patientinnen und Patienten wünschen eine begleitende Ausleitung nach der Sanierung. Ob das im Einzelfall sinnvoll ist und wie sie aussehen kann, besprechen wir individuell – bei Bedarf in Abstimmung mit Ihrer hausärztlichen oder heilpraktischen Begleitung. Unterstützend kommen in unserer Praxis unter anderem die Ozon-Therapie und labordiagnostische Untersuchungen zum Einsatz; siehe Labordiagnostik.
Wann eine Sanierung besprochen werden sollte
Ein Austausch intakter Füllungen ist nicht in jedem Fall angezeigt. Häufige Anlässe für ein Gespräch sind:
– die Füllung ist undicht, gerissen oder es besteht Karies darunter
– eine Metallunverträglichkeit ist bekannt oder wird vermutet
– eine größere Versorgung steht ohnehin an
– Sie wünschen eine metallfreie Versorgung
Ob und wann eine Entfernung sinnvoll ist, lässt sich erst nach einer Untersuchung beurteilen.
Häufige Fragen
Ist die Entfernung schmerzhaft?
Der Eingriff erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung. Wie Sie ihn empfinden, ist individuell; wir gehen darauf im Vorgespräch ein.
Wie viele Termine sind nötig?
Das hängt von der Anzahl und Lage der Füllungen ab. Oft werden mehrere Füllungen quadrantenweise in einer Sitzung bearbeitet.
Kann ich alle Füllungen auf einmal entfernen lassen?
Wir planen die Reihenfolge gemeinsam mit Ihnen. Bei bekannten Vorerkrankungen gehen wir bewusst schrittweise vor.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Das hängt vom Befund und vom Versicherungsstatus ab. Sie erhalten vor der Behandlung eine Aufstellung, damit Sie vorab wissen, woran Sie sind.
Termin vereinbaren
Sie möchten Ihre Amalgamfüllungen besprechen? Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Spezial-Sprechstunde oder über die Kontaktseite. Weitere Themen finden Sie in unserem Behandlungsspektrum – etwa Keramikimplantate, Kieferknochenentzündung (NICO) und Wurzelbehandelte Zähne.