Labordiagnostik
Über den einfachen BluttestDurch einen einfachen Bluttest kann mit bestimmten immunologischen Labortests das individuelle Allergie- und Verträglichkeitsrisiko bestimmt werden. Hier können sowohl zahnärztliche Materialien als auch die Sensibilisierung auf Toxine getestet werden. Somit kann das Allergie-Risiko-Profil sowohl präventiv vor dem Einbringen von Füllungen und prothetischen Versorgungen als auch kurativ bei bestehendem Zahnersatz oder Verdacht auf Toxine bestimmt und Sensibilisierung getestet werden. Darüber hinaus ist die Labordiagnostik auf eine chronische Entzündung möglich (TNF-Alpha, INF-gamma, RANTES).
Zurück zur DiagnostikWarum wir vor der Behandlung ins Labor schauen
Nicht alles, was im Mund passiert, lässt sich am Behandlungsstuhl erkennen. Welche Bakterien in tiefen Zahnfleischtaschen sitzen, wie der Körper auf ein bestimmtes Material reagiert oder ob eine stille Entzündung im Kieferknochen mitspielt – solche Fragen beantwortet erst eine Laboruntersuchung. Für uns ist das ein Baustein der Diagnostik: Wir wollen wissen, womit wir es zu tun haben, bevor wir behandeln, und nicht erst danach.
Welche Untersuchungen wir nutzen können
Keimbestimmung im Zahnfleisch
Bei fortgeschrittener Zahnfleischentzündung kann eine Probe aus der Zahnfleischtasche zeigen, welche Bakterienarten beteiligt sind und in welcher Menge. Das Ergebnis fließt in die Planung der Parodontitis-Therapie ein.
Speicheluntersuchung
Der Speichel gibt Hinweise auf das Milieu im Mund – etwa auf die Pufferkapazität oder die Keimbelastung. Daraus lassen sich Empfehlungen für die häusliche Pflege und für die Abstände der Kontrolltermine ableiten.
Materialverträglichkeit
Wenn Zahnersatz oder ein Implantat geplant ist und Unverträglichkeiten im Raum stehen, kann eine Untersuchung zusätzliche Anhaltspunkte für die Materialwahl liefern. Das ist besonders dann relevant, wenn wir über metallfreie Keramikimplantate sprechen oder eine vorhandene Versorgung im Rahmen der Amalgamentfernung ausgetauscht werden soll.
Entzündungsparameter bei Verdacht auf ein Störfeld
Besteht der Verdacht auf eine Kieferknochenentzündung (NICO) oder auf einen belasteten wurzelbehandelten Zahn, kombinieren wir Laborwerte mit der Bildgebung aus der DVT- und 3D-Diagnostik, um ein vollständigeres Bild zu bekommen.
So läuft das bei uns ab
Die Probenentnahme dauert in der Regel nur wenige Minuten und ist nicht mit einem Eingriff verbunden. Die Probe geht an ein spezialisiertes Labor; bis das Ergebnis vorliegt, vergehen meist einige Tage. Anschließend besprechen wir den Befund mit Ihnen und leiten daraus gemeinsam die nächsten Schritte ab. Ein Laborbefund ist dabei immer ein Puzzleteil – er wird zusammen mit dem klinischen Bild, Ihrer Krankengeschichte und der Bildgebung bewertet, nicht für sich allein.
Häufige Fragen zur Labordiagnostik
Ist die Probenentnahme unangenehm?
In der Regel nicht. Für die meisten Untersuchungen genügt Speichel oder eine kleine Papierspitze, die kurz in die Zahnfleischtasche gelegt wird.
Wie lange dauert es bis zum Ergebnis?
Das hängt von der Untersuchung ab, meist einige Tage. Den Termin für die Besprechung stimmen wir direkt mit Ihnen ab.
Übernimmt die Krankenkasse die Untersuchung?
Das richtet sich nach der Art der Untersuchung, nach Ihrem Versicherungsstatus und Ihrem Tarif. Sie erhalten vorab eine schriftliche Aufstellung, sodass Sie in Ruhe entscheiden können.
Kann ein Laborbefund allein eine Diagnose stellen?
Nein. Er liefert Hinweise, die zusammen mit dem Befund im Mund und der Bildgebung eingeordnet werden müssen.
Wie komme ich zu einer solchen Untersuchung?
Sprechen Sie uns in der biologischen Sprechstunde an oder schreiben Sie uns über das Kontaktformular. Wir schauen dann gemeinsam, ob und welche Untersuchung in Ihrer Situation sinnvoll ist.